Kooperation Maturity und qb³ Management Consultants
Präzises Benchmarking und handfestes Consulting: Optimierung der IT aus einer Hand
Zum 1. Januar 2011 haben sich die Maturity GmbH und die qb³ Management Consultants GmbH darauf verständigt, bei ausgewählten IT-Projekten u.a. im Bankensektor als Kooperation zu agieren. Über Hintergründe, Organisation und vor allem den Kundennutzen berichten die beiden Managing Partner Marc Bernath (qb³) und Thomas Karg (Maturity) im Interview.
Unternehmen nutzen schon länger die Kombination von Maturity und qb³, um ihre Optimierungspotenziale in der IT verlässlich zu bestimmen und sie dann wirkungsvoll zu verbessern. Da fragt man sich automatisch, warum es erst jetzt die beiden Spezialisten „im Paket" gibt?
Marc Bernath: Tatsächlich kennen sich beide Firmen seit rund fünf Jahren aus gemeinsamen Kundenprojekten, in denen Maturity die Ist-Analyse mit den Benchmark-Daten geliefert und qb³ daraus die Strategien bzw. Maßnahmen entwickelt hat, damit Unternehmen die Wirtschaftlichkeit ihrer IT gezielt verbessern konnten.
Aber in Zeiten, in denen unkontrollierte Schnellschüsse und Partnerschaften an der Tagesordnung sind, haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden, uns erst einmal gegenseitig genau zu prüfen, ob man überhaupt - lapidar gesagt - dauerhaft miteinander kann. Für eine wirklich effiziente Zusammenarbeit reicht es ja nicht, ein Leistungsportfolio zu besitzen, das sich scheinbar ergänzt.

Thomas Karg: Es ist mindestens genauso wichtig, dass Firmenphilosophie, Qualitätsanspruch und vorhandenes Expertenniveau sowie die grundlegende Arbeitsweise in Projekten zueinander passen. Auch das Menschliche darf man hier keineswegs vergessen, denn ein gemeinsames Verständnis vom Thema IT und Teamplay auf fachlich höchstem Level ist elementar für eine erfolgreiche Arbeit.
Marc Bernath: Dass wir uns für die Kooperation etwas Zeit gelassen haben, besitzt auch einen großen Vorteil für unsere Kunden. Sie können uneingeschränkt auf zwei eingespielte Unternehmen vertrauen, die Reibungsflächen nur im produktiven Sinne kennen und Synergien vollständig ausschöpfen.
Und wie reagieren die Kunden auf das Doppel Maturity-qb³?
Marc Bernath: Parallel zu unseren eigenen Überlegungen wurden wir wiederholt von Kunden auch darauf angesprochen, ob wir nicht unsere Stärken enger koppeln wollen...
Thomas Karg: Es fing damit an, dass unsere Kunden auf Grundlage unserer Kennzahlen ihre IT optimieren wollten, was wir wiederum nicht machen, weil es nicht unser Kerngeschäft ist. Im Projekt begegneten wir dann immer häufiger qb³ als Beratungsgesellschaft und waren schnell überzeugt von deren Arbeit.
Marc Bernath: Im Gegenzug erkannten wir bald, wie wertvoll die umfassende Datenbank und das Analyse- sowie Benchmark-Know-how von Maturity für unsere Beratungsarbeit war - nicht zuletzt weil wir auch anbieten, auf Erfolgsbasis bezahlt zu werden. Letztlich sind es aber die Kunden, die als „Ganzes" wissen wollen, wo sie sich verbessern können und was es ihnen konkret bringt.
Ein gemeinsames Angebot bedeutet für den Kunden ganz banal erst einmal, dass er keine Abstimmungsprozesse zwischen einander unbekannten Dienstleistern zahlen muss...
Thomas Karg: Natürlich werden im bilateralen Verhältnis von zwei vertrauten Partnern der Zeitaufwand und die Fehlerquote entscheidend verringert. Was aber Kunden beinahe noch mehr am Herzen liegt, ist, dass ihre eigenen Personalressourcen geschont werden. Anstatt in diversen Workshops mit unterschiedlichen Dienstleistern, müssen die Mitarbeiter zum Beispiel nur noch an einem Workshop zur Datenerhebung teilnehmen. Damit schrumpfen die sogenannten „Rüstzeiten" für Unternehmen elementar.
Marc Bernath: Und unsere Berater können sich gezielt an den Kennzahlen orientieren, die Maßnahmenvorschläge werden gleichzeitig mit den Benchmark-Ergebnis-sen präsentiert. Diese aufeinander abgestimmte, strukturierte Vorgehensweise bedeutet für unsere Kunden mindestens eine Halbierung des Investments.
Und der Zeitaspekt?
Marc Bernath: In der Regel wissen wir und damit der Kunde innerhalb von zwei bis drei Monaten, wo er bzw. wir stehen und was zu tun ist.
Herr Karg, Maturity ist ein im Markt ausgewiesener Benchmark-Experte, wenn es um IT geht...
Thomas Karg: Was wir vor allem mit unseren Spezialisten und mit unserer umfassenden und qualifizierten Datenbank erreicht haben. Ob Rechenzentrumsbetrieb oder die Anwendungen in IT-Projekten, wir messen und vergleichen die unterschiedlichsten Kriterien, so dass zuallererst die Auftrag gebenden Unternehmen sehen, wie gut sie überhaupt in den einzelnen IT-Bereichen aufgestellt sind.
Objektive Vergleiche waren selten, denn sie galten lange als unmöglich oder extrem aufwändig. Nun bieten wir ein sich nachschärfendes System, das Licht in die IT- und ganz aktuell in die Applikationslandschaft bringt und eine Standortbestimmung sogar erleichtert. Die Grauzone für Kunden wird somit kleiner, ihre Entscheidungen sicherer.
Unternehmen kommen mit der In-nensicht irgendwann nicht mehr weiter, sie werden betriebsblind. Gemeinsam geben Maturity und qb³ klare Antworten, die aus harten Fakten des Benchmarks und Berater-Erfahrung resultieren. Organisationen müssen das Rad ja nicht immer wieder neu erfinden.
Auf der Basis eines fundierten und umfassenden Benchmarks kann dann qb³ seine Stärken voll ausspielen?
Marc Bernath: Genau, denn die Basisarbeit von Maturity erlaubt es uns, die durchaus sehr heterogene IT-Architektur eines Unternehmens als Gesamtes zu beurteilen Und als Spezialist für „die IT besser machen" können wir unseren Kunden dann ganzheitliche Verbesserungsmaßnahmen vorschlagen.
Nehmen Sie zum Beispiel die Situation in vielen Banken und Versicherungen. Hier begegnen wir häufig dem Phänomen der IT-Silos, die nichts anderes bedeuten, als dass sich die einzelnen IT-Bereiche trotz übergreifender Governance unabhängig voneinander entwickelt haben. In der Konsequenz arbeiten die Bereiche dann mit verschiedensten Prozessen und Technologien. Ein optimal abgestimmter Motor sieht anders aus. Mit unserem branchenüber-greifenden IT-Best-Practice Erfahrungsschatz können wir dann gezielt, Verbesserungen vorschlagen und - dank Benchmarks - auch gleich die Verbesserungspotenziale in Euro ausrechnen.
Neben dem Vorteil „Optimierung aus einer Hand - was spricht in Ihrem Fall für zwei kleinere Beratungsgesellschaften, wenn ich als Kunde auch zu einer globalen IT-Beratung oder klassischen Unternehmensberatung gehen kann?
Herr Bernath: Bei großen Beratungsgesellschaften, die alles aus einer Hand anbieten, haben sie kaum Unabhängigkeit im Consulting. Hier fungieren Berater häufig als vorgelagerter Vertrieb. Und Verbesserungsbedarf wird dort gefunden, wo er dem Umsatz nützt. Wir wollen etwas bewegen und arbeiten daher wirkungsorientiert. Einnisten kommt nicht in Frage.
Thomas Karg: Das Etikett „Benchmark" wird heute auf jedes Assessment geklebt und IT-Sourcing hat sich zu einer Standarddisziplin entwickelt. Wenn jedoch zwei Experten ihre Leistungen bündeln, hat das eine andere Qualität. Und natürlich ist die Unabhängigkeit von qb³ und Maturity ein wichtiges Kriterium. Der Kunde bleibt komplett frei in seiner Entscheidung, wie und mit wem er den vorgeschlagenen Lösungsweg geht.